Inklusion und Hochbegabung

Inklusion und Hochbegabung

Im Rahmen der UN-Behindertenrechtskonvention sind seit 2009 auch sämtliche Bildungseinrichtungen in Deutschland verpflichtet, Inklusion mitzudenken und umzusetzen. Dabei wurde 2015 von der UNO klar gestellt, dass der Inklusionsbegriff “alle Menschen einschließt. Weder Geschlecht, soziale oder ökonomische Voraussetzungen noch besondere Lernbedürfnisse dürfen dazu führen, dass ein Mensch seine Potenziale nicht entwickeln kann.”. Damit unterliegen auch die Bedarfe Hochbegabter der besonderen Berücksichtigung durch die Agenda Bildung 2030 der UNESCO.

Viele Hochbegabte sind ihrem Umfeld schon als Kinder voraus. Normale Lernsysteme, die meist auf die breite Mitte hin konzipiert wurden und immer noch werden, unterfordern sie. Manche eignen sich – getrieben durch Neugier und Faszination – selbst das Lesen, Schreiben und Rechnen an. Je besser das persönliche Umfeld informiert ist, desto leichter können alle mit diesem nach außen hin vielleicht anstrengend erscheinenden Tempo umgehen.

Inklusion meint eine ‚Schule für alle‘. In einem breiten Inklusionsbegriff geht es um die Anerkennung von Vielfalt, als um heterogene Lernvoraussetzungen, die auch Begabungsvielfalt anerkennt. In einem inklusiven Unterrichtssetting müssen vielfältige Lernangebote ermöglicht werden, die auch Hochbegabung als besondere Ausprägung von Begabung einschließt.